Winter im Weingut

Neben unseren regelmäßigen Arbeiten sowie Kontrollgängen im Weinkeller hat der Rebschnitt die größte Bedeutung in den Wintermonaten.

Rebenschnitt

Ihre jeweilige Gestalt erhält die Pflanze durch den Rebschnitt, bei dem ein Teil des Holzes in den Wintermonaten, bevor der Saft in der Pflanze aufsteigt, abgeschnitten wird. Der Rebschnitt kann, je nach Form, zu einer Ertragssteigerung qualitativer oder quantitativer Art führen. Das ausgiebige Wurzelwerk versorgt eine durch den Schnitt verkleinerte Rebpflanze optimal mit Nährstoffen und Feuchtigkeit.

Jeder Rebschnitt ist das Resultat reiflicher Überlegung. Wir beobachten Holz und Wuchs eines jeden Stockes. Es sind die Winterknospen, die das weitere Schicksal des Rebstocks in sich tragen.

Die wahre Kunst im Rebschnitt liegt aber vor allem im richtigen Maß. Wir beachten die Länge der Triebe, die Qualität des Holzes und erinnern uns an den letzten Ernteertrag. So werden geschwächte Stöcke kürzer geschnitten, damit sie sich im nächsten Sommer bei geringerer Wuchsbelastung erholen können. Bei kräftigeren Stöcken belässt man so viele Knospen, als diese zu fruchtbaren Trieben auswachsen lassen können.

Die erhebliche Menge von Schnittholz, die bei dieser Arbeit anfällt, wird zum Teil als organischer Dünger, in zerkleinerter Form, wieder in die Erde gebracht.